Das Cilento der tiefen Natur
Tag 1 – Die Grotten von Pertosa-Auletta und Rafting auf dem Tanagro-Fluss
Das Abenteuer beginnt im Inneren der Erde. Die Grotten von Pertosa-Auletta bieten ein einzigartiges unterirdisches Erlebnis: Die Entdeckungstour beginnt mit einer kleinen Bootsfahrt auf dem Wasser des Negro-Flusses, umgeben von der Stille der Tiefe. Zwischen großen Höhlenräumen und verwinkelten Gängen erzählen Stalaktiten und Stalagmiten eine jahrtausendealte geologische Geschichte, ergänzt durch Spuren antiker Siedlungen aus der Bronzezeit.
Am Nachmittag wechselt die Perspektive. Der Tanagro-Fluss lädt dazu ein, die Strömung herauszufordern: Beim Rafting zwischen Stromschnellen und ruhigen Flussabschnitten durchquert man beeindruckende Schluchten und üppige Auwälder.
📌 Die Reservierung für die Grotten ist obligatorisch. Das Ticket kann auch den Zugang zum Bodenmuseum und zum Höhlenarchäologischen Museum beinhalten.
💡Die Temperatur im Inneren der Grotten liegt konstant bei etwa 15 °C bei hoher Luftfeuchtigkeit. Empfohlen werden rutschfeste Schuhe und eine leichte Jacke. Für das Rafting werden Badebekleidung, Handtuch und geeignete Wasserschuhe benötigt.
Tag 2 – Morigerati und die Grotten des Bussento
Die Route führt weiter nach Morigerati, einem Ort, der ein wertvolles Naturökosystem bewahrt. Hier zeigt die WWF-Oase Grotten des Bussento eines der beeindruckendsten Karstphänomene Italiens: Nach einem langen unterirdischen Verlauf tritt der Bussento-Fluss spektakulär aus einer mächtigen Felsenhöhle wieder ans Tageslicht. Ein in den Fels gehauener Weg führt durch Moose, Farne und natürliche Becken mit kristallklarem, kaltem Wasser – ein idealer Ort für eine erholsame Pause inmitten unberührter Natur.
💡Der Frühling ist die ideale Reisezeit, wenn der Wasserstand des Flusses am höchsten ist und die Vegetation ihre ganze Schönheit entfaltet.
Tag 3 – Wasserfall Capelli di Venere und Monte Cervati
In Casaletto Spartano wird die Natur am Wasserfall Capelli di Venere (Venushaare) zur Poesie. Das Wasser des Bussentino-Flusses fällt über weiche Moospolster und Farne hinab und erzeugt glänzende Strukturen, die an eine märchenhafte Haarpracht erinnern. Es ist ein Ort vollkommener Ruhe, an dem das gleichmäßige Rauschen des Wassers zur Besinnung einlädt.
Optionale Erweiterung: Für alle, die eine Herausforderung in den Bergen suchen, bietet sich der Monte Cervati an. Mit seinen 1.898 Metern ist er der höchste Gipfel Kampaniens. Die Wanderung führt durch alpine Wiesen und Kalksteinlandschaften und belohnt mit beeindruckenden Ausblicken vom Golf von Policastro bis zu den Gipfeln des Pollino-Massivs. Für den Monte Cervati sind feste Wanderschuhe und ausreichend Wasser unerlässlich.
📌 Als Alternative oder Ergänzung bieten die Alburni-Berge, auch die „Dolomiten des Südens“ genannt, eine raue und faszinierende Landschaft. Ein besonderes Highlight sind die Grotten von Castelcivita, ein weitläufiges Höhlensystem, das sich über mehrere Kilometer tief in das Bergmassiv erstreckt.